Saison 2011:
Nach der Verletzungspause im zweiten Halbjahr 2010 habe ich im Januar angefangen, mich intensiv auf die Saison 2011 vorzubereiten - mit Fitnesstraining, BMX-Radfahren und nun auch wieder mit dem Trialfahrrad.
Zunächst geht ein Dank an Dr. Bientzle Gesundheitsclub, die mir in ihren hervorragend ausgestatteten Räumlichkeiten ein hocheffizientes Fitnesstraining ermöglichen. Ich musste zwar erklären, was Trial eigentlich ist, aber ich fühlte mich auf Anhieb verstanden. Mit den speziellen körperlichen Anforderungen an einen Leistungssportler kennt man sich hier genau so gut aus wie mit den Beweggründen und Problemzonen eines "normalen" Besuchers im Fitnesszentrum. Seilzuggeräte, Rudern und das berühmt-berüchtigte Crossfit-Training wechseln sich in meinem Trainingsplan ab. Hinzu kommt das - entsprechend er Leistungsdiagnostik erstellte - Herzfrequenztraining auf dem Ergometer oder Laufband. Das ist ein abwechslungsreiches Programm in einer modernen Wohlfühlatmosphäre, dessen Ergebnis ich beim Motorradtraining deutlich spüre. Leider konnte ich über den Sommer aus Zeitgründen das Fitness-Training hier nicht kontinuierlich fortführen, weil ich mich auf das Motorradtraining und das Training mit dem Trialfahrrad konzentriert habe.
Der Trail + Trial Lehrgang Anfang Februar war der Auftakt zur Motorradtrial-Saison 2011. Die weiteren Wochenenden waren fast ausnahmslos belegt mit Kadertraining und freiem Training. Anfang April folgte der erste Wettbewerb - der TSV-Lauf in Bühl. Mit dem zweiten Platz hinter Jochen Bader und vor Henrik Waldi bin ich hoch zufrieden. Aber gleichzeitig habe ich auch gemerkt, an welchen Schwachstellen ich noch fleißig arbeiten muss.
Ich habe zum ersten Mal an der Europameisterschaft in der Youth-Klasse teilgenommen. 3 Läufe waren zu absolvieren an Ostern in Rom, im August in Großheubach und in Tanvald/Tschechien. Ich war total aufgeregt vor jedem Lauf. Es war sehr lehrreich, mit den internationalen Fahrern sich zu messen. Einige kannte ich ja schon, vor allem die Skandinavier, andere lernte ich kennen. Im Fahrerlager vor und nach den Wettkämpfen mit Engländern, Franzosen, Spaniern, Italienern, Finnen, Schweden, Norwegern, Tschechen, Polen und anderen sich zu unterhalten, von Französisch nach Englisch zu switchen, dazwischen mit "Händen und Füßen" italienisch-englisch und französisch-spanisch zu radebrechen, das war mindestens genau so spannend und lehrreich wie die Wettkämpfe. Viele Kontakte kann ich jetzt über Facebook halten und pflegen - und nächstes Jahr sind das keine Fremden mehr und hoffentlich rezuziert sich dann meine Nervosität.
In der Deutschen Trial Jugendmeisterschaft konnte ich den 3. Platz belegen. Die DM ist noch offen - aber nach technischen Problemen am ersten der beiden Wochenenden wird wohl keine supertolle Platzierung mehr herauskommen können.
Die Baden-Württembergische Jugendmeisterschaft konnte ich leider nicht komplett fahren, da zwei der Termine auf das DM-Wochenende in Röhrnbach gelegt wurden. An einem anderen Doppelwochenende war Kadertraining und den Lauf in Hornberg habe ich zugunsten der Teilnahme an der finnischen Meisterschaft in Tervakoski (5. Platz, Klasse A) sausen lassen.
In der TSG-Meisterschaft und in der TSV-Meisterschaft habe ich ebenfalls einige Läufe versäumt, weshalb das Endergebnis nichts über meinen fahrerischen Leistungsstand in dieser Liga aussagt.
Euer Kevin
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