Fotos Video-Clip "Hillclimbing"
Wir sind am Freitag gegen Abend eingetroffen. Es war noch ausreichend Zeit, die Sektionen zu besichtigen. Und mein Entschluß stand schnell fest: Ich fahre blau.
Naja, gleich in der ersten Sektion habe ich mir dann eine Fünf eingehandelt. Nicht, weil ich vielleicht einen Stein nicht geschafft hätte, nö, schon ganz auf der Spitze einer Hangkehre bin ich hängen geblieben und ein Stück zurück gerollt. Das fing ja gut an...
Aber ich habe mich nicht entmutigen lassen. Ich war mit Henrik und Matthias Waldi auf der Runde. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei diesen beiden mal richtig bedanken, denn Matthias hat nicht nur Henrik Hilfestellung geboten und ist selbst gefahren, nein, er ist auch in der ersten Runde an jede mögliche Gefahrenstelle gespurtet, um mich evtl. abzufangen oder mir entsprechende Tipps zu geben.
Der Boden war für mich völlig ungewohnt, denn bislang war es immer zumindest feucht im Wald bis total naß. Und heute? Nichts als Staub. Bodenloser Staub. Und das zwischen den Wurzeln und Steinen an den Hängen. Naja, es ging besser, als ich dachte, bis ich in einer Sektion von meiner Beta verfolgt wurde, d. h. ich mal wieder vor ihr den Hang runterkullerte. Das ist aber auch verflixt, wenn man in diesem bodenlosen Geläuf plötzlich Grip kriegt, dann die Karre einen Satz nach vorne macht, ich wie ein nasser Sack am Lenker hänge und nicht mehr an die Kupplung komme! Folge: Beta steigt, Fahrer fällt - und dann gehts mit beiden abwärts... Zum Glück ist nichts weiter passiert. Hilfreiche Hände haben die Maschine wieder aufgestellt und aus der Sektion gebracht, ich bin auf eigenen Beinen wieder rausgestiefelt.
Die letzte Sektion war eine echte Mutprobe: Hillclimbing. Aber nicht so ein kleines Stück, sondern eine richtig fiese Halde hinauf. Und Blau musste noch einen Haken fahren, konnte also nicht kerzengerade hinauf. Fast hätte ich Matthias umgenietet, weil ich aus der Spur kam, aber es ging noch gut. 3. Gang und Vollgas - in den nächsten Runden bin ich quasi über die Kante geflogen. WAHNSINN!
Und danach gings weiter. So habe ich die erste Runde mit 25 Punkten beendet. In der zweiten Runde gings dann schon besser. Ich brauchte nur noch 13. Und die 3. Runde beendete ich mit 10 Punkten. Und da war noch was drin! Aber in der vierten Runde ging mir dann einmal noch der Motor aus, und nochmal eine Fünf in der linken Waldsektion, wo ich wieder nicht über den allerletzten Stein gekommen bin. Ich war wieder mal nicht mit mir zufrieden, aber Mama klopfte mir auf die Schulter und meinte, ich hätte eine saubere Leistung gezeigt!
An der Rundentafel bin ich dann fast vom Motorrad gefallen als ich gesehen habe, dass ich sogar noch Vierter geworden bin. Mit 61 Punkten, der 2. und 3. hatten beide 54 und der erste 51 Punkte. Also damit bin ich nun wirklich zufrieden.
Und ich habe vor allen Dingen gesehen, dass es geht, dass ich schon gut mithalten kann in diesen Regionen. Allerdings waren alles Fahrsektionen, dazu Waldboden, lose und locker, damit kann ich einigermaßen umgehen. Wenn viele Trickserecken eingebaut sind, ich ständig irgendwo einparken und versetzen muss, dann habe ich schon noch ein paar Schwierigkeiten.
Nach dem Wettbewerb haben wir das Wettbewerbs- und das Mindermotorrad wieder für den morgigen TSG-Lauf gerichtet. Das war heute relativ einfach, denn es war nichts eingesaut, nur eingestaubt. Also Luft in den Kessel und einfach abgeblasen, noch ein bißchen drüber gewischt - fertig. Schrauben nachgezogen, Luftfilter gewechselt und getankt - morgen kann es weiter gehen...
Letztes Update:
17.07.2009 20:23