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Samstag: Sektion 2 (ca. 3 MB)
Sonntag: Sektion 1 (ca. 6 MB)

Ergebnislisten Samstag Sonntag

Ich hatte mir viel vorgenommen - doch es kam anders. Aber der Reihe nach. Wir sind am Freitag Vormittag losgefahren nach Kiefersfelden. Gegen 14.00 Uhr sind wir im Fahrerlager eingetroffen, das direkt an die österreichische Landesgrenze anschließt. Ich machte mich sogleich mit meinem Freund Eric auf den Weg, um die Sektionen anzusehen.

Gegen Abend traf dann auch Ralph Oberle ein. Ralph habe ich bei meinen ersten Fahrversuchen mit 4 Jahren kennengelernt, sein Vater hat mich die ersten Meter geschoben und mir erklärt, dass ein Motorrad auch einen Benzinhahn hat. Als ich dann die ersten Meter mit meiner PW-50 alleine zurücklegte, beobachtete ich, dass Ralph auf seinem Trialmotorrad stehend fuhr. Das sah cool und professionell aus, also versuchte ich es auch. Die allerersten Hügel in meiner Trialkarriere habe ich seinem Hinterrad folgend überwunden.

Umso mehr freute ich mich, dass Ralph zusagte, mich als Minder bei der JDM in Kiefersfelden zu begleiten. Wir schauten uns noch ein paar Sektionen zusammen an, erledigten die Papier- und technische Abnahme und stärkten uns mit Spaghetti, bevor wir den Abend ausklingen liessen.

Als Startzeit wurde für den Samstag 10.51 Uhr ausgelost - so mussten wir nicht ganz so früh aufstehen. Nach dem Frühstück habe ich mich ein bißchen warmgefahren, dann nochmal Sektion 1 angeschaut - dann hieß es aufstellen für den Start. Das Wetter war schön, ein warmer Sommertag, Sonne pur.

Im Abstand von einer Minute wurden die Fahrer aufgerufen, erhielten ihre Rundenkarten, wurden kurz vorgestellt - dann ging es endlich los.

Die Sektionen lagen meist im Wald, waren knackig, nicht gefährlich, aber unberechenbar. Rutschiger, feuchter Waldboden, der nach zwei, drei Fahrern auf den Steinen klebte und auch diese in Schmierseifenbahnen verwandelte. Ich war gut motiviert, konnte viel von der Technik einsetzen, die ich in Finnland gelernt hatte. Oft habe ich an André und Joa gedacht, an die Armkillersektionen, an mein Hinterrad, das ich nicht springen lassen wollte. Ich kam mit den Sektionen zurecht, aber man konnte nirgends einfach durchfahren.

Mein Problem war, dass meine Beta muckte. Sie lief irgendwie nicht rund... Nach der ersten Runde hat Papa dann die Kerze gewechselt. Zunächst schien alles gut, aber in der zweiten Runde wurden die Probleme größer und ich kam mit 29 Punkten aus Runde 2 zurück, nach 18 Punkten in Runde 1. Doch Edgar und Andy Kindsvogel schnappten sich die Beta, prüften und checkten alles durch, der Vergaser wurde anders eingestellt - auf gings in die 3. Runde. Das Motorrad lief nun einwandfrei und ich konnte mich noch steigern. Mit 14 Punkten gab ich meine Rundenkarte ab. Dies brachte mir allerdings nur Platz 14. Damit war ich nicht zufrieden, denn mein Ziel war, unbedingt unter die Top 10 zu gelangen.

Aber mehr war an diesem Tag einfach nicht drin. Meine Konkurrenten sind sehr gut gefahren, und teilweise sind sie mir einfach körperlich um Längen überlegen. Ich hatte an einigen Stellen all meine Kraft aufbieten müssen, um noch über eine Wurzel zu kommen oder das Hinterrad zu versetzen. Ralph hat mir wertvolle Tipps gegeben, es waren einige Stellen, wo ich nicht sicher war, wie ich sie angehen sollte. "Fahr da im Motocross-Style" hinauf, nimm diesen Weg, schau mal diese Platte an, siehst Du diesen Stein dort oben usw.

Nach dem Wettbewerb bin ich mit den anderen Jungs im Bach schwimmen gegangen.

Am nächsten Morgen war meine Startzeit 9.37 Uhr, als 3. Fahrer der Klasse 4 war ich dran. Die Wolken hingen tief, von den Bergen ringsum war nichts zu sehen, und es regnete leicht. Dadurch waren die Sektionen noch rutschiger als am Vortag. Schon die erste Sektion hatte es in sich. Stein, Schräghang, Abfahrt, enge Kehre, Stufe, Stufe, knifflige Auffahrt, wieder runter und dann hieß es konzentrieren und hoffen, dass der Reifen genügend Grip findet, wohldosiertes Gas, oben um den Baum herum und wieder herunter, fast schon geschafft, doch halt, die Abfahrt hatte es auch noch einmal in sich (ein Fahrer vor mir ist voll gegen den Baum gekracht). Doch bei mir gings gut, mit 3 Punkten war ich "durch". So ging es mir oft an diesem Tag, drei Punkte waren zwei Punkte gut gemacht, nicht drei verloren...

Mein Motorrad lief einwandfrei, Ralph war wieder stets zur Stelle und ich fühlte mich gut aufgehoben bei ihm. Nach der ersten Runde fing es richtig an zu regnen, und viele Fahrer brachten mehr Punkte aus der zweiten Runde als aus der ersten. Ich konnte mein Ergebnis halten, hatte wieder 21 Punkte. In der 3. Runde waren es noch einmal 20 Punkte - damit war ich 10. von 27 Startern.

Ganz zufrieden mit diesem Wochenende bin ich nicht. Ich hätte vielleicht den einen oder anderen Fuß "einsparen" können, das hätte vielleicht noch ein paar Plätze ausmachen können.

Sehr gut geklappt hat die Zusammenarbeit mit Ralph. Ich glaube, wir waren ein gutes Team und mir hat es viel Spaß gemacht, mit ihm eine um die andere Sektion möglichst zu knacken. Schade, dass er am Heringen-Wochenende Mitte Oktober keine Zeit hat...

Am 11./12.10. geht es in den Endspurt...

 

 

 

 

Kevin Gallas - JDM Kiefersfelden 06./07.09.08

Letztes Update:
17.07.2009 20:26


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