Auf die beiden Wettkampftage in Schorndorf habe ich mich sehr gefreut. Am Freitag Abend hat es nach unserer Ankunft dort ein heftiges Gewitter mit Hagelschauer gegeben. Am Samstag Vormittag trocknete jedoch die Sonne die Pfützen auf und die teilweise matschigen und rutschigen Sektionen trockneten ein bißchen ab.
Beim Besichtigen habe ich für manche Stelle kein "Rezept" auf Anhieb gefunden, was mich ein wenig nervös machte. Aber dann ging es endlich los, und wie legt sich meine Aufregung mit jeder Sektion.
Es waren knifflige Ecken drin, hohe Stufen, Doppelstufen - langweilig wurde es mir nicht. Ich musste oft versetzen, aber es gelang mir ganz gut, dabei nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen. Doch die wilden Steinhaufen machten mir zu schaffen. Da wollte das Vorderrad einfach nicht da hin, wo ich es haben wollte. In Runde 1 hieß es zweimal "Fünf". Mit 16 Punkten lag ich nach der ersten Runde noch gut im Rennen.
In der zweiten Runde konnte ich die Höchststrafe vermeiden und meine Strafpunkte auf 7 reduzieren. Das sah nun ganz gut aus.
In den Runden 3 und 4 nahm ich noch einmal alle Konzentration zusammen und konnte sie mit je 3 Punkten beenden.
Das brachte mir am Ende den 2. Platz und 17 Wertungspunkte für die Baden-Württembergische Jugendmeisterschaft.
In der schwül-warmen Luft bildeten sich zum Abend neue heftige Gewitter, und es tobte ein Unwetter über Schorndorf, wie ich es noch nicht erlebt habe! Es blitzte und donnerte ringsum gleichzeitig und es schien nicht aufhören zu wollen. Wasser ohne Ende ergoß sich auf das Gelände, alles stand unter Wasser.
Am Sonntag Morgen kämpfte sich dann die Sonne durch die dampfende feuchte Luft und die Sektionen waren noch glitschiger und rutschiger als am Vortag.
Beim Besichtigen dachte ich wirklich, dass einige Stellen für mich nicht fahrbar sein würden. Aber ich kämpfte mich von Sektion zu Sektion. 29 Punkte in der ersten Runde zeigen, wie schwer das war! Doch in der zweiten Runde wurde es schon trockener und ich fand mehr Grip vor den Hindernissen. So konnte ich mich auf 14 Punkte verbessern.
In der 3. Runde wurde es noch besser, ich hatte den Bogen raus in einigen Sektionen, meist konnte ich sie fehlerfrei fahren. Nur die eine, die mit den vier Betonblöcken, die kam ich (und andere) nicht mehr hinaus. Zu viel Matsch war hinaufgefahren worden, zu glatt die Oberfläche. Das Hinterrad rutschte mir auf dem zweiten Block weg, als ich den dritten in Angriff nehmen wollte. Mama konnte das Moped fangen - und ich machte einen Satz hinunter, landete auch wieder auf den Beinen, bin also noch nicht einmal hingefallen. Weiter gings... In der vierten Runde war es an dieser Stelle dann so weit wieder abgetrocknet, dass ich bis zum letzten Absatz kam und dort mit einem Kraftakt das Moped über die Kante ziehen konnte - 2 Füße musste ich dafür setzen...
Ich konnte die Fehlerzahl in der 3. Runde noch einmal auf 7 halbieren und auch in der vierten Runde diese Zahl konstant halten. Weniger ging nicht.
Am Ende zeigte der Blick auf die Rundentafel, dass ich diesen Lauf gewonnen habe! Ich freue mich riesig darüber - und nächste Woche geht es dann in Marbach weiter....
Letztes Update:
17.07.2009 20:10