Nachdem ich 2016 verletzungsbedingt nicht nach Polen fahren konnte, freute ich mich in diesem Jahr auf meinen ersten Start dort.

 

Im Qualifying am Samstag stürzte ich zweimal und konnte so keine Super-Zeiten hinlegen. Aber es reichte mit Platz 31 beim Hauptrennen für den Start aus der ersten Reihe. Das war mir am Wichtigsten.


(c) Pozadrogami.pl

Die Startaufstellung in dieser riesigen Kohlemine ist ein beeindruckendes Erlebnis. Der erste Teil ist verdammt schnell. In den höherliegenden Abschnitten kommt man dagegen langsamer vorwärts. Über ein nicht enden wollendes Feld von Sandhaufen geht es Hügel rauf und Hügel runter. Man muss höllisch aufpassen, dass man in den steilen und kurzen Senken nicht über den Lenker geht.

  
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Im Enduro-Cross-Teil kämpfte ich mit dem tiefen Sand, aus dem man aus den ausgefahrenen Kuhlen kaum noch auf die Röhren und anderen Hindernisse hinauf kam. Dreimal war die Runde zu durchfahren. Ich konnte mich bis auf Platz 10 vorarbeiten. In der letzten Runde kam ich an die Steilhänge, und sah nur, dass alles voller Fahrer war. Manche kamen einem entgegen, überall warteten Fahrer auf eine Lücke. Es glich einer Lotterie, dass man irgendwo einen Durchschlupf sah und mit viel Glück auch hinauf kam, ohne dass einem ein anderer Fahrer ins Rad gefallen ist. Hier verlor ich am Schluß noch drei Plätze und kam als 14. von insgesamt 25 Finishern ins Ziel. 

Fazit: Auf dieser Strecke waren hier keine so außergewöhnlichen Schwierigkeiten zu überwinden. Es ist der tiefe Sand, der ein gut abgestimmtes Fahrwerk und eine brachiale Kondition erfordert. Beides hatte ich. Aber an meiner Fahrtechnik auf solchen Pisten und an meiner Speed generell muss ich noch arbeiten. 


(C) Jacoppo - Wimmelbild - Wer findet den Schwarzen Reiter?