SuperEnduro ist schon was anderes als Hard- oder Extremenduro, wo es um mehrstündige oder auch mehrtägige Rennen geht, bei denen der Weg über extreme Passagen geht, die teilweise auch ohne fremde Hilfe gar nicht zu überwinden sind. Für die Zuschauer ist es schwierig, das Renngeschehen "ihres" Fahrers zu verfolgen, selbst wenn es einen Livestream gibt. Im Visier der Kameraleute ist meist nur die Spitzengruppe oder sie sind an den Schlüsselstellen positioniert.

Ganz anders beim SuperEnduro. Dies ist ein Format, bei dem die Rennen in Hallen ausgetragen werden. Die Zuschauer können das ganze Renngeschehen verfolgen. Die abwechslungsreichen, kniffligen Strecken, mit engen Kurven, Steinfeldern, Sprüngen und anderen Schikanen bieten ein Höchstmaß an Spannung - für die Akteure wie die Zuschauer.

Bei der SuperEnduro WM dauern die Hauptrennen 6 Minuten + 1 Runde. Das klingt nach einem Spaziergang, wenn man an den Erzberg oder die Romaniacs zum Vergleich denkt. Aber man kann dies nicht vergleichen. Diese 6 Minuten erfordern eine solch brachiale Kondition, eine solche Fokussierung auf die Hindernisse wie auf den Rennverlauf, dass ich es fast nicht in Worte fassen kann. 

Nachdem ich letztes Jahr in Krakau ziemlich spontan und unwissend an den Start gegangen bin, bereite ich mich derzeit für meine zweite Teilnahme in der Juniorenklasse vor. Hier ein paar Eindrücke von meinem ersten Trainingstag in Spanien - die erste Runde findet am 09.01.2017 in Krakau/Polen statt.