(c) superenduro.org

Das zweite Rennen beginnt immer in umgekehrter Startreihenfolge. Das heißt, ich musste als 14. Fahrer den letzten übrig gebliebenen Startplatz einnehmen. Ich kämpfte mich voran, versuchte, mich aus dem Gerangel rauszuhalten. Vor der Steinsektion rutschte ich dann im weichen Untergrund weg, ein Fahrfehler von mir. So kam ich nur auf Platz 6. Aber noch immer lag ich in der WM- und Tageswertung in Führung.

     
(c) Thorsten Horn                                                           

Beim dritten Rennen durfte ich wieder als erster meinen Startplatz wählen. Ich kam gut aus dem Gatter und über die ersten Hindernisse. Auf Position 3 liegend lauerte ich darauf, dass mein Vordermann einen Fehler macht und ich überholen konnte. In der 2. Runde passierte es dann: Kabachiev ging über den Lenker und ich wollte innen durchziehen. Doch sein Hinterrad kam hoch und mähte mich vom Bike. Mir ist zwar nichts passiert, aber mein Lenker hat sich in seinem Hinterrad verkeilt. Wir versuchten zu zweit und mit Hilfe eines Streckenpostens verzweifelt, die Motorräder voneinander zu trennen. Das wollte einfach nicht gelingen, das gesamte Fahrerfeld war schon lange durch, als ich endlich weiterfahren konnte. Platz 14 von 14. Dabei stellte ich dann fest, dass der Lenker krumm und sämtliche Hebelei total verdreht und verstellt war. Sehen konnte ich fast nichts mehr, weil meine Brille total verdreckt war. Aber das Schlimmste war, dass meine Vorderbremse funktionslos war. So konnte ich nicht springen und nicht pushen. 


(c) Mihai Birca

Ich kämpfte und gab alles, aber mehr als Platz 8 war einfach nicht drin. Ich war ziemlich enttäuscht, denn das hatte ich mir anders vorgestellt. 

Ich habe nicht nur die WM-Führung verloren, sondern auch um 2 Punkte das Podium der Tageswertung verpasst. 

Allerdings: Mit ingesamt nur 5 Punkten Rückstand auf den Führenden ist nach der ersten von fünf WM-Runden noch alles offen. 

Ich hoffe, am 06.01.2018 kann ich beim GP Deutschland in Riesa die Führung zurück erobern. Drückt mir die Daumen...


(c) Michal Lapczynski

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