Vom 07. - 09.04.2017 war ich mit meinem Team in Arad, Rumänien.

Zum 2. Mal ging ich beim King of the Hill an den Start. King of the Hill, das sind 3 actionreiche Tage. Tag 1 wird durch das freie Training, das Prologrennen und das Super-Final bestimmt. Tag 2 führt eine ca. 60 km lange Hard-Enduro Runde durch die einsamen Wälder. Tag 3 bringt die Entscheidung mit einem 3-Stunden Enduro-Rennen.

 

Foto: NN Media

Im Prolog-Gruppen-Rennen konnte ich mich gut behaupten und wurde 5. Meine Zeit reichte, um ins Super Final zu kommen. Dies ist ein Rennen auf der Prolog-Strecke von 15 Min. + 2 Runden. Dort verhakte sich leider mein Hinterrad so im Steinfeld, dass ich viel Zeit verlor, um es ohne Folgeschäden daraus zu befreien. So reichte es im Superfinal nur zum 12. Platz. 

Foto: Federatia Romana de Motociclism

Tag 2 brachte mir einige Probleme. Ich hatte mich für den Sandreifen entschieden. Aber dieser erwies sich in dem selektiven, schweren Gelände als zu hart. Die langen Stollen konnten mir keinen Grip bieten, sondern nutzten sich nur schnell ab, was die Strecke für mich noch schwieriger machte. Trotzdem konnte ich mich um zwei Plätze verbessern und als 10. den Tag beenden.

Am 3. Tag wollte ich unbedingt in den Top Ten bleiben. Vom Start weg habe ich Tempo gemacht und es lief richtig gut. Einige starke Fahrer konnte ich einholen und auch überholen. Mitte der letzten Runde hörte ich plötzlich das ungute Geräusch, das Spritmangel ankündigt. Ich musste auf Reserve schalten und schauen, wie ich noch ins Ziel komme. Ich drehte nur noch zögerlich am Gasgriff, ließ den Zweitakter im möglichst niedrigen Drehzahlbereich tuckern, bergab machte ich den Motor aus und nahm jeden Schwung mit für den nächsten Anstieg. So musste ich leider auch wieder 2 Fahrer an mir vorbei lassen. Als ich im Ziel angekommen bin, waren tatsächlich nur noch zwei Fingerhut voll Sprit im Tank.

Auch wenn ich 2016 das Rennen als 8. beenden konnte, bin ich mit dem 9. Platz in diesem Jahr ganz zufrieden, denn es war die gesamte Welt-Elite im Hard-Enduro am Start. Ich habe gesehen, dass ich "dran" bin, dass ich mithalten kann. Und ich habe natürlich wieder wertvolle Erfahrungen sammeln können.

 

Auch hier geht natürlich - wie immer - mein Dank mein ganzes Team, die mich bei der Vorbereitung und vor Ort unterstützt haben. Und ohne meinen Hauptsponsor Grenzgaenger, und meine Sponsoren MH Motorräder und Endurides by Marko Prodan könnte ich meinen Sport nicht so erfolgreich ausüben.