Am Samstag bestritt ich das Teamrennen mit meinem Teamkollegen Moritz Scholl.

Da der Frühsommer nun auch in Deutschland angekommen war und es bis zu 30 Grad geben sollte, haben wir uns auf ein körperlich sehr forderndes Rennen eingestellt. Ich kam schnell ins Rennen, fand auf Anhieb einige gute Linien und konnte einen guten Speed fahren. Auch Moritz hatte sich seit dem letzten Mal sehr gesteigert und fuhr konstante Rundenzeiten.

 

Als ich gegen Mitte des Rennens in die Box fuhr, um wieder auf Moritz zu wechseln, hielt mich der Fahrtleiter an und meinte, ich wäre zu schnell in der Box gefahren. Ich habe zuvor mitbekommen, wie er andere diesbezüglich angezählt hatte – und bin extra langsamer in die Box gefahren. Ich habe natürlich nicht getrödelt, da wir uns in einem Rennen befanden. Aber ich habe niemanden gefährdet oder bin, wie so manch anderer, Vollgas mit ausbrechendem Hinterrad aus der Box ‚geflogen‘.,

Doch das sollte noch nicht alles sein. Er teilte mir mit, 2 Streckenposten hätten ihm gemeldet, ich würde ‚andere Fahrer unsportlich abdrängen‘. Zum Abschluss der ca. einminütigen Standpauke (bei aktivem Transponder) teilte er mir mit, man würde uns keine Strafpunkte geben, ich solle mich nur „beherrschen“.

Ich kann dies keineswegs nachvollziehen, da ich weder jemanden absichtlich gerammt oder zu Fall gebracht habe, noch habe ich langsamere Fahrer angeschrien oder beleidigt.  Also wo die Unsportlichkeit meinerseits sein soll, bleibt mir ein Rätsel. Ich finde es allerdings unsportlich, wenn langsamere Fahrer auch nach mehrmaligen Signalen oder freundlichem ‚Entschuldigung‘ rufen immer noch keinen Platz machen, um einen schnelleren Fahrer durchzulassen.

Den Ausgleich zu diesen unschönen Seiten des Rennens fand ich in sehr geilen und spannenden Zweikämpfen mit Frank Wiedemann und Manuel Günster, die komplett fair abliefen und wieder für gute Laune sorgten.

Am Ende des Tages standen wir auf dem 11. Platz in der Team-Klasse, mit 100 Strafpunkten wegen unsportlichen Drängelns.  Ohne die Strafe hätten wir auf Platz 3 gelegen. Außerdem konnte ich mit 5:46 die schnellste Runde des Tages fahren, mehr als 10 Sekunden schneller als alle anderen. Zum Glück war der Lauf nur „Just 4 fun“.

Sonntags ging ich in Klasse 2 an den Start. Die Bedingungen waren gleich wie am Vortag, lediglich ein kleiner Waldabschnitt kam neu hinzu. Ich fand gut ins Rennen und konnte die vollen 3 Stunden mit konstanten Zeiten um die 6 Minuten durchfahren. Leider wurden mir erneut 100 Strafpunkte aufgebrummt. Auf Nachfrage bei der Rennleitung wurde uns mitgeteilt, ich wäre zu spät im Vorstart erschienen. Aber online steht, ich hätte den Motor in der Box laufen lassen. Auf mich wirken diese Strafen leider sehr willkürlich und nicht nachvollziehbar. Und auch andere etablierte Fahrer rieben sich verwundert die Augen beim Blick auf die Ergebnisliste. Die schnellste Runde des Sonntags ging erneut auf mein Konto und ich konnte trotz der Strafpunkte (100 Punkte = 1 Runde Abzug) einen 2. Platz in Klasse 2 erzielen und einen 5. Platz in der Tageswertung. Ohne die Strafpunkte hätte ich mit über einer Minute Vorsprung das Gesamtklassement gewonnen.

Alles in allem war es ein gutes Trainingswochenende, mein Bike lief perfekt und ich bin topfit für die anstehenden Rennen.

Abschließend möchte ich noch meinem Team Hill Climb danken, für alles, was Sie für mich tun. Und natürlich danke ich meinem Hauptsponsor

 

sowie